Headerbild

Literaturkreis für Frauen

Seit Herbst 1998 besteht der Literaturkreis des Mütter- und Familienzentrums in Lorsch. Alle vier Wochen, d.h. jeweils am zweiten Freitag des Monats, treffen wir Leseratten uns zu einer Art „Literarischem Quartett“. Wir lesen ausschließlich Taschenbücher, die gemeinsam ausgewählt werden, und diskutieren und besprechen die Bücher. Dabei wird darauf geachtet, dass im Laufe der Zeit ein großes Spektrum an unterschiedlichen Autoren, Stilrichtungen und Themen zur Diskussion kommen.

 

Unser Literaturkreis soll Spaß machen. Wir möchten uns nicht voreinander profilieren, sondern sprechen in lockerer Art über das Gelesene. Manchmal driften die Meinungen dabei ganz schön auseinander. Es wird diskutiert und auch viel gelacht. Natürlich sorgen wir neben den geistigen Genüssen auch immer für das leibliche Wohl und haben so schon viele fröhliche, beschwingte Abende erlebt.

 

Herzlich eingeladen zu unserem Kreis sind alle literaturbegeisterten Frauen jeder Altersklasse.

 

Termin: jeweils der 2. Freitag im Monat, 20.00 - ca. 22.30 Uhr (das kann manchmal abweichen, bitte erfragen)
Ort: Schulstraße 25 oder privat (bitte erfragen)
Gebühr: kostenfrei
Leitung und Info: Andrea Müller, Tel. (0 62 51) 94 34 70

Wir besprechen dabei folgendes Buch:

 

Alte Liebe

19.08.2011

Alte Liebe

Elke Heidenreich und Bernd Schroeder

 

Kurzbeschreibung
Alte Liebe rostet nicht. Aber die Zeit ist nicht spurlos vorbeigegangen an Lore und Harry. Die leidenschaftliche Lore hat Angst, bald mit dem frisch pensionierten Harry untätig im Garten zu sitzen. Unterdessen heiratet ihre Tochter Gloria in dritter Ehe einen steinreichen Industriellen, der ihr Vater sein könnte. Wie konnte es so weit kommen? Elke Heidenreich und Bernd Schroeder erzählen in umwerfenden Dialogen die Geschichte eines Ehepaars. Komischer sind die Szenen einer Ehe noch nicht erzählt worden. 

    



Bei den letzten Treffen haben wir diese Bücher besprochen:

Alles was wir geben mussten

Juni 2011

Alles was wir geben mussten

Kazuo Ishiguro

Ein großer Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches englisches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, heißen hier Aufseher, und sie lassen die Kinder früh spüren, dass sie für eine besondere Zukunft ausersehen sind. Dieses Gefühl hält Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe zusammen – bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen …

 

Der Schneeflockenbaum

Mai 2011

Der Schneeflockenbaum

Maarten 't Hart

Seine unnachsichtige Mutter hat nie viel von Jouri gehalten. Doch ausgerechnet Jouri ist von Kindesbeinen an sein bester Freund gewesen. Auch wenn er stets aufs Neue sein größter Rivale in der Liebe werden sollte.

 

 

Little Bee

April 2011

Little Bee

Chris Cleave

Manchmal wünscht sie sich, sie wäre eine englische Pfundmünze: dann würde sich nämlich jeder freuen, sie zu sehen. Little Bee ist 16 Jahre alt und stammt aus Afrika. In ihrer Heimat ist ihr Schreckliches zugestoßen, und seit zwei Jahren lebt sie in einem englischen Abschiebelager für Asylbewerber. Trotz allem ist sie ein Mensch voll Lebensfreude, Witz und Intelligenz. In England kennt sie außerhalb des Lagers nur zwei Menschen: Vor Jahren hat sie in Nigeria das Ehepaar Sarah und Andrew, die im englischen Kingston-upon-Thames ein privilegiertes Leben führen, kennengelernt. Ein furchtbares gemeinsames Erlebnis hat eine tragische Verbindung zwischen ihnen geschaffen. Als Little Bee aus dem Lager entlassen wird, ruft sie bei Sarah und Andrew an. Ein Anruf, der unvorhersehbare Folgen hat: Einige Tage später bringt sich Andrew um. Und kurz darauf steht Little Bee vor Sarahs Tür ...

 

 

Solar

März 2011

Solar

Ian McEwan

Michael Beard ist Physiker und Frauenheld. Er hat den Nobelpreis erhalten, doch ist er alles andere als nobel: Im Beruf ruht er sich auf seinen Lorbeeren aus, privat hält es ihn auf Dauer bei keiner Frau. Bis die geniale Idee eines Rivalen für Zündstoff in seinem Leben sorgt. In Solar geht es nicht nur um Sonnen-, sondern auch um kriminelle Energie.

 

 

Monsieur Linh

Februar 2011

Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung

Philippe Claudel

Freundschaft unter Fremden In seiner Heimat hat Monsieur Linh nach einem Bombenangriff alles verloren. Er flieht mit seiner kleinen Enkeltochter in ein fremdes Land, in eine kalte, verregnete Stadt. Mit anderen Flüchtlingen wohnt er in einem Heim, wo er sich einsam und verloren fühlt. Da lernt er auf einem Spaziergang den dicklichen Monsieur Bark kennen. Monsieur Bark redet und redet, obwohl Monsieur Linh ihn gar nicht verstehen kann. Ohne Worte erzählen sich die beiden Männer von Glück, Sehnsucht und Hoffnung – und teilen ein trauriges Geheimnis. „Eine herzergreifende Fabel über Exil, Einsamkeit und Freundschaft“.

 

 

Der Jongleur

Januar 2011

Der Jongleur

Margriet de Moor

Amsterdam in den fünfziger Jahren. In einer Pension am Rembrandtplein haben einige Varieté-Künstler Quartier bezogen: ein Jongleur, ein Zauberer, eine junge polnische Tänzerin und andere Überlebenskünstler. Der Zauberer bewundert die Kunststücke des Jongleurs und sucht vergeblich dessen Freundschaft, der Jongleur ist ganz offensichtlich in die Tänzerin verliebt, die ihrerseits aber nur Augen für den Zauberer hat. Als der Zauberer schließlich die Tänzerin erobert, ist dabei gewiss nicht nur Begehren im Spiel. Etwas Gefährliches und Bösartiges zieht herauf ...

 

 

Tante Julia

November 2010

Tante Julia und der Kunstschreiber

Mario Vargas Llosa

Tante Julia, eine 32jährige Bolivianerin, kommt nach ihrer Scheidung nach Lima, um dort einen Ehemann zu finden. Statt dessen verliebt sich ihr 18jähriger Neffe Mario in sie. Aus der anfänglichen versteckten Verliebtheit wird allmählich eine große Liebe, dann ein Skandal.

 

 

Die Mansarde

Oktober 2010

Die Mansarde

Marlen Haushofer

Ich habe einen bürgerlichen Mann geheiratet, führe einen bürgerlichen Haushalt und muß mich entsprechend benehmen. Der Abend in der Mansarde genügt für meine unbürgerlichen Ausschweifungen « Die Mansarde ihres Hauses ist der einzige Ort, der ihr ganz allein gehört. Hierher zieht sich die Frau eines Rechtsanwalts und Mutter zweier fast erwachsener Kinder zurück, um zu malen und ihrem ganz banalen Alltag zu entfliehen. Und hier setzt sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinander, als sie eines Tages Briefe bekommt, die nichts weiter enthalten als Blätter aus einem Tagebuch, das sie viele Jahre zuvor selbst geschrieben hat in einer Zeit, an die sie sich nur ungern erinnert.

 

Wenn der Wind dreht

Juni 2010

Wenn der Wind dreht

Andrea DeCarlo

Wer hat ihn nicht den Traum von einem glücklicheren Leben, weitab von Handygeklingel, Hektik und Verkehr? Fünf Städter suchen ein Haus auf dem Land und das einfache Leben in der Natur. In den Wäldern Umbriens finden sie es und es ist ein Alptraum.

 

 

Der Eisvogel

März 2010

Der Eisvogel

Uwe Tellkamp

Wiggo Ritter, ein junger Mann aus gehobenen Verhältnissen, liegt schwer verletzt im Krankenhaus und schildert seinem Verteidiger, warum er töten mußte. Eine faszinierende Geschichte von Sehnsucht, Verrat und verhängnisvoller Liebe.

 

 

Landnahme

Februar 2010

Landnahme

Christoph Hein

"Er war einer von uns, auch wenn er nur ein Vertriebener war." Bevor sein bester Freund das über ihn sagen kann, muss Bernhard Haber mit vielen Anfeindungen fertig werden und bei seiner Landnahme den schmalen Grat zwischen Anpassung und Aufbegehren ertasten.

Auf Bernhard, vertrieben aus Wroclaw, "aber geboren in Breslau", und seine Eltern hat in dem sächsischen Städtchen Guldenberg niemand gewartet. Denn sie kommen "aus einem Deutschland, das nicht unser Deutschland war", sind ein lebendes Mahnmal für den verlorenen Krieg. Der robuste Junge verschafft sich jedoch schnell Respekt, will stets "mit dem Kopf durch die Wand", die die Einheimischen zwischen sich und den Fremden ziehen ...

 

 

Die Eleganz des Igels

Januar 2010

Die Eleganz des Igels

Muriel Barbery

Renée ist 54 Jahre alt und lebt seit 27 Jahren als Concierge in der Rue de Grenelle in Paris. Sie ist klein, hässlich, hat Hühneraugen an den Füßen und ist seit längerem Witwe. Paloma ist 12, hat reiche Eltern und wohnt in demselben Stadtpalais. Hinreißend komisch und zuweilen bitterböse erzählen die beiden sehr sympathischen Figuren von ihrem Leben, ihren Nachbarn, von Musik und Mangas, Kunst und Philosophie. Die höchst unterhaltsame und anrührende Geschichte zweier Außenseiter, ein wunderbarer Roman über die Suche nach der Schönheit in der Welt.

 

Vincent

November 2009

Vincent

Joey Goebel

Wußten Sie, dass große Popsongs und Filme von einem unglücklichen, aber genialen Künstler stammen? Und damit einem solchen die Ideen nicht ausgehen, sorgen in diesem Roman 'Beschützer' dafür, dass ihm ständig neues Leid widerfährt. Denn das ist der Rohstoff, aus dem wahre Kunst entsteht. Bringt das Genie das Kunststück fertig, trotzdem ein glücklicher Künstler zu werden?
Vincent - ein Chamäleon von einem Roman, der als Satire beginnt, sich in einen bizarren Alptraum verwandelt und am Ende zu Tränen

 

Cosi fan tutte

September 2009

Cosi von Tutte

Alen Bennett

Mit knochentrockenem britischen Humor erzählt Bennett die Geschichte eines englischen Middleclass-Ehepaars, das vom Opernbesuch nach Hause kommt und seine Wohnung vollkommen leer vorfindet. Mit dem Verlust der Einrichtung aus zweiunddreißig Ehejahren tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf ... Mozart spielte in ihrer Ehe eine wichtige Rolle. Sie hatten keine Kinder, und ohne Mozart hätten sie sich wahrscheinlich schon vor Jahren getrennt. An jenem Abend waren die Ransomes in Cos fan tutte, und als sie nach Hause kommen, ist ihre Wohnung komplett ausgeräumt. Auf der Suche nach dem Nötigsten für den Alltag - Tassen, Teebeutel, Spülmittel, Sieb und eine ochsenblutfarbene Schuhcreme für ihren Mann - gerät Mrs. Ransome in Läden und Gegenden, die sie vorher nie aufgesucht hätte. Eine merkwürdige Abenteuerlust und Lebensfreude bemächtigt sich ihrer, und am Ende ist für die Ransomes nichts mehr so, wie es einmal war. Auch als Hörbuch, gelesen von Uwe Friedrichsen.

 

drop

Juni 2009

Drop City

T.C. Boyle

Kurzbeschreibung
Boyles neuester Roman erzählt von einer Hippiekommune, die von Kalifornien nach Alaska zieht, mit allen berechenbaren und unberechenbaren Folgen. "Drop City" ist der Roman einer naiven und idealistischen Generation, die das Lebensgefühl von vielen von Grund auf verändert und bis auf den heutigen Tag geprägt hat.

 

stadt

Mai 2009

Stadt der Diebe

David Benioff

Leningrad im Januar 1942: Weil er während der nächtlichen Ausgangssperre die Leiche eines deutschen Soldaten nach Essbarem durchsucht hat, wird der 17-jährige Lew sofort verhaftet - auf Plündern steht die Todesstrafe. Nach endlosen Stunden in einer kargen Gefängniszelle wird er allerdings nicht aufs Schafott, sondern zusammen mit seinem Mithäftling Kolja vor den Geheimdienstchef der Stadt geführt. Der stellt die beiden vor eine schier unlösbare Aufgabe - im Tausch gegen ihr Leben sollen sie innerhalb von sechs Tagen im ausgehungerten Leningrad zwölf Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter auftreiben.

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der den schüchternen, introvertierten Lew schicksalhaft an Kolja schweißt - einen schlitzohrigen, charmanten Frauenhelden und notorischen Lügner, der ihm ständig schmerzhaft bewusst macht, dass er selbst so gar nicht zum Abenteurer taugt. Als die beiden die Hoffnung, in Leningrad Eier zu finden, aufgeben müssen, fasst Kolja einen aberwitzigen Plan: Er will sich mit Lew zu einer Geflügelfarm jenseits der feindlichen Linien durchschlagen, in ein Dorf südlich von Leningrad. Ein selbstmörderisches Unterfangen, wären da nicht Koljas Kaltschnäuzigkeit, eine unerschrockene Partisanin namens Vika und Lews Schachtalent ...

 

freaks

April 2009

Freaks

Joey Goebel

The Freaks sind eine etwas andere Castingband: An der Gitarre ackert eine 80-jährige Altersheiminsassin im Sex-Pistols-T-Shirt, Bassistin Ember ist gerade mal acht und auch ohne Drogen faselt Frontmann Luster zugedröhnter als Pete Doherty. Schräglagen sind gewollt, denn Castingchef ist der 26-jährige Amerikaner Joey Goebel, der letztes Jahr mit dem grandiosen Debüt “Vincent" eine intelligent-irrwitzige Mediensatire vorlegte. “Freaks" entstand bereits vor “Vincent", war ursprünglich als Drehbuch konzipiert und wurde nachträglich zum Roman umgearbeitet. Wenn Goebel die Klischees überstrapaziert und die manchmal zu platten Pointen im Slapstick versanden, merkt man schon, dass die Bandgeschichte eine Schreibübung ist. Trotzdem lohnt das Buch, schließlich ist es der Anlauf der größten literarischen Entdeckung 2005. Vor allem gibt es einen der besten ersten Sätze der Literaturgeschichte: “Leicht war es nicht, sechs Milliarden Herzen auf einmal zu flicken, doch ich schaffte es."

 

Ruhm

März 2009

Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten

Daniel Kehlmann

Verlag: Rowohlt Verlag GmbH; Gebundene Ausgabe: 203 Seiten

Kurzbeschreibung:
Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Ein Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen. Ein Schriftsteller macht zwei Reisen in Begleitung einer Frau, deren größter Alptraum es ist, in einer seiner Geschichten vorzukommen. Ein verwirrter Internetblogger wiederum wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal Romanfigur zu sein. Eine Krimiautorin geht auf einer abenteuerlichen Reise in Zentralasien verloren, eine alte Dame auf dem Weg in den Tod hadert mit dem Schriftsteller, der sie erfunden hat, und ein Abteilungsleiter in einem Mobiltelefonkonzern verliert über seinem Doppelleben zwischen zwei Frauen den Verstand. Neun Episoden, die sich nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild ordnen, ein raffiniertes Spiel mit Realität und Fiktionen: ein Spiegelkabinett. Ein Buch über Ruhm und Verschwinden, Wahrheit und Täuschungen - voll unvorhersehbarer Wendungen, komisch und brillant.

Schloss aus Glas

Februar 2009

Schloss aus Glas

Jeannette Walls

Verlag: Diana (23. Dezember 2008), 384 Seiten

Kurzbeschreibung:
Der innere Konflikt der Autorin, der sie jahrelang schweigen ließ, wird bereits in der Einleitung deutlich. An einem stürmischen Märzabend befindet sich die bekannte Kolumnistin Jeanette Walls auf dem Weg zu einer Party. Ihre Vorfreude weicht schlagartig, als sie vom Taxi aus die zerlumpte alte Frau mit dem verfilzten Haar erblickt, die gerade einen Müllcontainer durchwühlt. Sie erkennt die vertrauten Bewegungen, die Art, wie sie den Kopf schieflegt, um ihren Fund zu begutachten. Schockiert und beschämt kehrt Jeanette Walls in ihr nobles Appartment auf der Park Avenue zurück. „The Party is over!“ -- Die Vergangenheit war zurückgekehrt. Die Pennerin auf der Straße war Jeanette Walls eigene Mutter. Eine Kindheit der etwas anderen Art zieht noch einmal vorüber.

„Wir türmten ständig, meistens mitten in der Nacht!“ -- Ob solche Eltern für Jeanette und ihre beiden Geschwister (ein viertes kam später hinzu), eher Segen oder Fluch darstellten, mag der Leser entscheiden. Mit einer Art Hippie-Philosophie und einem nonkonformistischen Besserwissertum, das zuweilen nervt, ausgestattet, hatten Rex und Rose Mary Walls beschlossen, allem Konsum den Kampf anzusagen. Ein naturhaftes Leben „on the road“ sollte den Kinder „echte Werte“ vermitteln. Ein zwiespältiges Unterfangen bei einem Vater, der in lichten Momenten seinen Kindern die Welt erklärte, Sterne vom Himmel holte und ihnen ein „Schloß aus Glas“ versprach, dann wieder klaute wie ein Rabe, und sich in den finstersten Phasen seiner Trunksucht gar in einen regelrechten Berserker verwandeln konnte.

Auch die Mutter, eine vor jeder Arbeit zurückscheuende verhinderte Künstlerin, bot kein rechtes Gegenmodell. Jeanette Walls indes beschloss rückblickend, die positiven Aspekte ihrer „Erziehung“ herauszustellen. Die ständige Flucht vor „den Handlangern, Blutsaugern, der Gestapo“, wie der Vater seine Verfolger verwünschte, die Nahrungsaufnahme aus Müllcontainern, die zerschlissene Kleidung -- das gewählte Außenseitertum gerät bei ihr nicht zum Mangel sondern zum Lebensgewinn.

Fremde Wasser

Januar 2009

Fremde Wasser

Wolfgang Schorlau

Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1 (23. November 2006), 256 Seiten

Kurzbeschreibung:
Hinter den Kulissen der Macht: »In diesem Krimi ist verdammt wenig erfunden«. Tod im Bundestag. Die Familie der Abgeordneten Angelika Schöllkopf glaubt nicht an ein natürliches Ableben. Georg Dengler ermittelt - und befindet sich plötzlich selbst in Gefahr. Es geht um Wasser - und um die Macht im Land. Angelika Schöllkopf erleidet am Rednerpult des Deutschen Bundestages einen Schwächeanfall. Sie stirbt vor laufender Kamera, bevor sie ihre Rede beginnen kann. Zwei Tage lang dominieren die Bilder ihres Todes die Medien, dann vergisst die Öffentlichkeit den Vorfall. Nur ihre Familie glaubt nicht an den plötzlichen Herztod. Sie beauftragt den Privatermittler Georg Dengler mit Nachforschungen. Dengler macht stutzig, dass das Manuskript der geplanten Rede verschwunden ist, und plötzlich befindet er sich inmitten eines globalen Machtkampfes großer Energiekonzerne. »Fremde Wasser« ist der dritte Band der erfolgreichen Georg-Dengler-Serie. Wieder begegnen wir dem trinkfesten Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler, seiner schönen Nachbarin, der Diebin Olga, dem Freund und Horoskopschreiber Martin Klein und dem Künstler Mario, der diesmal einen gefährlichen Nebenjob annimmt. »In diesem Krimi ist verdammt wenig erfunden«, sagt Wolfgang Schorlau, der die Methoden, mit denen sich deutsche und internatonale Konzerne überall auf der Welt den Zugriff auf Wasserrechte sichern, intensiv recherchiert hat. Plötzlich befinden sich deutsche Städte im Fadenkreuz der Konzerninteressen. Schorlau blickt hinter die Kulissen der parlamentarischen Demokratie und zeigt, wie Politik wirklich gemacht wird.

Im Krieg und in der Liebe

November 2008

Im Krieg und in der Liebe

Anne Tyler

Verlag: List Tb.; Auflage: 1 (Januar 2006), 335 Seiten

Kurzbeschreibung:
Es beginnt an einem Montagnachmittag im Kriegsjahr 1941: Ein Mädchen im roten Mantel betritt den Lebensmittelladen von Michaels Mutter, und um Michael ist es geschehen. Unter den aufmerksamen Blicken der Nachbarschaft werden er und Pauline ein Paar. Doch was als große Liebe anfängt, muss keineswegs als gute Ehe enden – die lebhafte Pauline, die spontan und mit vollem Risiko durch die Welt stürmt, und der ruhige, überlegte Michael, der für den Laden und seine Familie lebt, haben ganz unterschiedliche Wünsche und Träume. Dennoch heiraten sie, bekommen drei Kinder – und kämpfen unaufhörlich gegeneinander um das, was ihnen jeweils wichtig ist. Ihre Kinder Lindy, George und Karen leiden, jedes auf seine Weise, unter den ständigen Auseinandersetzungen der Eltern, sie ducken sich, schweigen und suchen früh eigene Wege ins Leben. Am dreißigsten Hochzeitstag endlich entdeckt Michael, dass er und Pauline sich kaum an schöne gemeinsame Stunden erinnern können – und er verl! ässt diese unglückliche Ehe. Aber kann er auch die Liebe seines Lebens hinter sich lassen?

Die Attentäterin

September 2008

Die Attentäterin

Yasmina Khadra

Verlag: Dtv, 2. Auflage Mai 2008, 269 Seiten

Kurzbeschreibung:
Amin Jaafie ist Chirurg in einem Krankenhaus in Tel Aviv. Er erhält die schreckliche Nachricht, dass seine Frau bei einem Attentat ums Leben kam. Nicht genug damit - seine Frau soll diesen Anschlag selbst verübt haben. Das kann Jaafie unmöglich glauben. Gegen alle Ratschläge seiner Freunde macht er sich auf die Suche nach den Motiven und Hintergründen des Verbrechens. Dabei gerät er immer tiefer in die Verstrickungen einer tödlichen Feindschaft.

 

Das Erotische Potenzial

August 2008

Das erotische Potential meiner Frau

David Foenkinos

Verlag: Dtv (April 2008), Broschiert: 187 Seiten

Kurzbeschreibung
Hector, ein manischer Sammler absurdester Dinge, filmt seine Frau Brigitte heimlich beim Fensterputzen. Eine Sammelleidenschaft, die zum Eklat führt, als auf einem der Videos plötztlich ein anderer Mann auftaucht.

Der ball

Juni 2008

Der Ball

Irène Némirovsky

Verlag: btb, Broschiert: 98 Seiten

Kurzbeschreibung:
Paris 1926. Das Ehepaar Kampf plant einen großen Ball, der ihren Aufstieg in die feine Pariser Gesellschaft besiegeln soll. Seit die Familie unerwartet zu Reichtum gekommen ist, will Madame ihr Leben endlich in vollen Zügen genießen. Ihre halbwüchsige Tochter, die lebenshungrige 14-jährige Antoinette, ist ihr dabei nur im Weg. Sie darf an dem großen Fest nicht teilnehmen. Antoinette grollt ihren Eltern, bis sich plötzlich die Gelegenheit zur subtilen Rache auftut ...

Nada

Mai 2008

Nada

Carmen Laforet

Verlag: List, Broschiert: 333 Seiten

Kurzbeschreibung:
Als die Studentin Andrea in Barcelona eintrifft, ist sie voller naiver Hoffnungen. Doch in der Großstadt eröffnet sich ihr ein Inferno menschlicher Abgründe... Carmen Laforets existentialistisches Debüt wurde 1945 über Nacht zur literarischen Sensation, ausgezeichnet mit dem zum ersten Mal vergebenen Premio Nadal. Jetzt begeistert der spanische Klassiker erneut Leser auf der ganzen Welt.

Wir müssen über Kevin reden

April 2008

Wir müssen über Kevin rede

Lionel Shriver

List Verlag, Februar 2006, 560 Seiten

Kurzbeschreibung

Wir müssen über Kevin reden wurde durch Mundpropaganda ein Erfolg in Amerika und England, sorgte allseits für Aufsehen und bot Stoff für zahlreiche kontroverse Debatten. Die Autorin wurde für das große Wagnis, das sie mit diesem Roman eingegangen ist, mit dem Orange Prize ausgezeichnet, einem der wichtigsten internationalen Literaturpreise. Evas Sohn Kevin hat eine furchtbare Gewalttat begangen: In der Schule hat er mehrere Menschen getötet. Von allen verurteilt und von jetzt an auf sich selbst gestellt, findet Eva den Mut, sich in aller Offenheit den quälenden Fragen auszusetzen: Hätte sie ihr Kind mehr lieben sollen? Hätte sie das Unglück verhindern können? Hätte sie ihre Ehe retten können? Stilistisch brillant und mit erschütternder Klarheit lotet dieser Roman die Tiefen und Untiefen der modernen Gesellschaft aus. Lionel Shriver erzählt aus der Sicht einer Mutter, die sich auf schmerzhafte und ehrliche Weise mit Schuld und Verantwortung auseinandersetzt.

Im Jenseits ist die Hölle los

Februar 2008

Im Jenseits ist die Hölle los

Arto Paasilinna

Verlag: Lübbe; Auflage: 4., Aufl. (September 2006), 224 Seiten

Kurzbeschreibung
„Mein Tod kam für mich völlig überraschend.“ So kann es gehen, wenn „Mann“ beim Überqueren einer Straße allzu intensiv einer jungen Frau hinterherschaut und von einem Auto erfasst wird. Doch überraschender ist für den soeben verstorbenen Journalisten, dass er fortan als Geist über den Dingen schweben und andere Tote treffen kann. Doch Vorsicht: Kein Geist lebt ewig und Dummheiten bleiben nie ohne Folgen ...

 

 

Die Schachspielerin

Januar 2008

Die Schachspielerin

Bertina Henrichs

Verlag: Heyne (August 2007), 144 Seiten

Das Zimmermädchen Eleni stößt eines Morgens beim Aufräumen eine Schachfigur um - und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Sie kann das geheimnisvolle Spiel der Könige einfach nicht vergessen. Als Eleni ein Trick einfällt, um das Schachspielen zu lernen, beginnt für sie ein Abenteuer mit unabsehbaren Folgen. Denn mit ihrer Leidenschaft riskiert sie bald ihre Ehe, ihren guten Ruf, ihr ganzes bisheriges Leben.

Lolita lesen

November 2007

Lolita lesen in Teheran

Azar Nafisi

Verlag: Pantheon (November 2006), 424 Seiten

Literatur, wie alle Künste, kann nur in Freiheit gedeihen. Und mit der ist es im Iran, wie auch immer man zu dem ihm vorangegangenen Schah-Regime stehen mag, nicht weit her seit der islamischen Revolution. Darüber, und wie sie sich mit einer handverlesenen Auswahl ihrer Studentinnen in ihrem Haus die Freiheit zurückeroberte, die Bücher zu lesen (und vor allem frei über sie zu reden), die sie, aus welchen Gründen auch immer, für lesenswert hielt -- darüber berichtet dieses seinerseits unbedingt lesenswerte Buch der iranischen Literaturprofessorin Azar Nafisi.

Das Buch selbst entstand im amerikanischen Exil. Was sie berichtet, ereignete sich noch in Teheran, wo sie nach ihrer freiwilligen Demission aus dem Hochschuldienst im Schutz ihrer Wohnung mit den Teilnehmerinnen an ihrem Privatseminar konspirativ Werke der Weltliteratur studierte. Unter anderem die titelgebende Lolita Vladimir Nabokovs oder auch Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald. Allesamt Werke jedenfalls, die im Zuge der islamischen Kulturrevolution als dem organisierten "Versuch, den Iran von der so genannten dekadenten westlichen Kultur zu säubern" von den Leselisten an den Universitäten verschwanden. Bei der gemeinsamen Lektüre lernen sich die Frauen von Seiten kennen, die sie in ihrem sonstigen Leben sorgsam verbergen müssen, wie ihr Haar unter dem Schleier. Und auch für uns Leser eröffnet sich eine völlig neue Sicht auf den Iran und die Menschen, die sich dort auch unter widrigen Umständen die Freiheit ihres Intellekts erhalten…

Dass das Buch ausgerechnet in Amerika so rege Aufmerksamkeit gefunden hat und dort viele Wochen ganz oben auf den Bestsellerlisten stand, ist ein gutes Zeichen und wirft ganz nebenbei auch auf dieses Land ein neues Licht. Eines, das ebenfalls Anlass zur Hoffnung gibt.

Ulrike Meinhof

September 2007

Lieber wütend als traurig / Die Lebensgeschichte der Ulrike Meinhof

Alois Prinz

Verlag: Suhrkamp; Auflage: 4., Aufl. (Juni 2005), 311 Seiten

Kurzbeschreibung
Mit Anfang Dreißig hatte Ulrike Meinhof erreicht, wovon andere nur träumten: Sie war eine renommierte Journalistin, wohnte mit ihrem Mann und den beiden Töchtern in einer Villa in Blankenese und gehörte zur linken Partyszene in Hamburg und Sylt. Vielen galt sie als Vorbild ihrer Zeit, und ihr Grundsatz lautete 1962 noch: "Schießenderweise verändert man nicht die Welt, man zerstört sie." Doch 1970 ließ sie dieses Leben hinter sich, um in den Untergrund zu gehen und mit Andreas Baader und Gudrun Ensslin die Rote Armee Fraktion zu gründen. Von nun an galt sie als "Stimme der RAF" - und als "Staatsfeind Nr. 1".
Alois Prinz folgt ihren Lebensspuren von der Kindheit im "Dritten Reich", dem Engagement in der Friedensbewegung, der Auseinandersetzung mit der Schuld der Deutschen für die Naziverbrechen, der Karriere als Journalistin bis zu ihrem Tod in Stammheim. Er erzählt von einem ungewöhnlichen Leben, das auch ein Stück deutsche Geschichte ist.

Nacht vor der Scheidung

Juni 2007

Die Nacht vor der Scheidung

Sandor Marais

Verlag: Piper; Auflage: 1 (Oktober 2005), 224 Seiten

Kurzbeschreibung

Die Verhandlung kann nicht stattfinden, weil ich heute meine Frau getötet habe. Und ich bin gekommen, weil ich dir alles erzählen will.« Mit dieser verzweifelten Eröffnung beginnt das nächtliche Gespräch zwischen dem Richter und seinem späten Gast. – Erschöpft ist Christoph Kömüves mit seiner Frau von einer Gesellschaft heimgekehrt. Und als sei die tiefe Unruhe, die an diesem Abend auf ihm lastet, nur eine unerklärliche Vorahnung, erhält er überraschend Besuch von einem Gefährten aus Jugendzeiten: Imre Greiner, dessen Ehe mit der schönen, verwöhnten Anna Fazebas er am folgenden Morgen würde lösen müssen, bittet ihn zu sprechen. Kömüves ist dem Freund seit Jahren nicht mehr begegnet. Doch der angesehene Arzt kommt ohne Umschweife zur Sache, und er sucht Antwort auf eine Frage, die nur der Richter ihm geben kann.

Es geht uns gut

Mai 2007

Es geht uns Gut

Arno Geiger

Kurzbeschreibung:

Philipp Erlach hat das Haus seiner Großmutter in der Wiener Vorstadt geerbt, und die Familiengeschichte, von der er definitiv nichts wissen will, sitzt ihm nun im Nacken. Arno Geiger erzählt sie mit einer Unmittelbarkeit, als wäre jeder Tag der Vergangenheit unsere Gegenwart, und es gelingt ihm, jedes Jahrzehnt in einem einzigen Tag lebendig zu machen. So schildert er das Schicksal von Alma und Richard, die 1938 gerade Ingrid bekommen und nichts mit den Nazis zu tun haben wollen. Vom fünfzehnjährigen Peter, der 1945 mit den letzten Hitlerjungen durch die zerbombten Straßen läuft. Von Ingrid, die mit dem Studenten Peter eine eigene Familie gründen will, und von Philipp, dem Sohn der beiden. Arno Geiger erzählt mit einer Unmittelbarkeit, als wäre jeder Tag der Vergangenheit unsere Gegenwart. Höchst anschaulich gelingt es ihm, ein trauriges und komisches Jahrhundert lebendig zu machen. Siebzig Jahre Geschichte, siebzig Jahre Familiengeschichte. Gescheiterte Erfinder, trotzige Töchter, Minister und Meteorologinnen. Über drei Generationen hinweg erzählt Arno Geiger von einer Familie aus Wien und läßt ein trauriges und komisches Jahrhundert lebendig werden.

eine Art Liebe

April 2007

Eine Art Liebe

Katharina Hacker

Verlag: Suhrkamp; Auflage: 2., Aufl. (Mai 2005) 265 Seiten

Kurzbeschreibung
Eine deutsche Studentin, die im heutigen Israel ihren Weg zu finden sucht, erzählt die Geschichte dreier Personen; eine Geschichte, die Vergangenheit und Gegenwart verbindet. Sie erzählt von Jean, einem französischen Trappistenmönch, der unter seltsamen Umständen in Berlin umgekommen ist, von Moshe, der als Kind unter anderem Namen in Frankreich die Nazi-Herrschaft überlebt hat, und vom eigenen Entschluß, die dunkle Vergangenheit auszuleuchten. Das Rätsel um Jeans Tod ist der Anlaß für die Recherche der Erzählerin und der Beginn aufkommender Fragen über Freundschaft und Verrat.

Im Rausch der Stille

März 2007

Im Rausch der Stille

Albert Sanchez Pinol

Verlag: Fischer, Auflage: 1 (November 2006), Broschiert, 256 Seiten

Kurzbeschreibung

Ein irischer Freiheitskämpfer flüchtet ans Ende der Welt, er sucht die Einsamkeit auf einer Insel unter dem Sturm. In einem alten Leuchtturm glaubt er sich sicher. Schon in der ersten Nacht geschieht etwas Seltsames. Unheimliche Wesen aus dem Wasser greifen ihn an. Aus einem erbitterten Kampf auf Leben und Tod entbrennt schließlich eine besessene Liebe ... Ein fantastisches Bravourstück.


 

In gutem Glauben

Februar 2007

In gutem Glauben

Jane Smiley

Bvt Berliner Taschenbuch Verlag
Juni 2006 - broschiert - 522 Seiten

Kurzbeschreibung
In diesem außerordentlich unterhaltenden Roman schildert Jane Smiley, die Autorin von "Tausend Morgen", das einfache, aber romantische und von den Fieberträumen schnellen Reichtums erschütterte Leben Joe Stratfords. Er lebt in seiner vertrauten Kleinstadt so vor sich hin, hat eine bittere Scheidung hinter und eine neue Liebe vor sich, und er ist eigentlich ganz zufrieden, als sein neuer Freund Marcus Burns ihn davon überzeugt, dass eine neue Zeit angebrochen ist, in der die alten Regeln nicht mehr gelten.


Wie ich eines schönen ...

Dezember 2006

Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah.

Haruki Murakami

Verlag: Bvt Berliner Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (März 2004)

Kurzbeschreibung

Ob einem Mann das 100%ige Mädchen über den Weg läuft und es ihm nicht gelingt, es anzusprechen, oder ob ein junger Mann von einer Frau gerufen wird, die ihn die Schränke ihrer Tochter öffnen lässt - Murakamis Menschen begegnen dem Außergewöhnlichen.

 



 

Rupien

November 2006

Rupien! Rupien! Roman

Vikas Swarup

Kiepenheuer & Witsch (September 2006), broschiert, 344 Seiten

Kurzbeschreibung

Warum sitzt ein armer indischer Kellner im Gefängnis? Er hat a) zu viel Whisky getrunken b) Geld aus der Kasse geklaut c) sich mit einem Kunden geprügelt d) in einer Quizshow gewonnen Mohammed Thomas wurde verhaftet. Und das, weil er zwölf Fragen in der Quizshow WER WIRD MILLIARDÄR? richtig beantworten konnte. Keiner kann sich vorstellen, dass ein Waisenjunge, der nie in seinem Leben eine Schule besucht oder eine Zeitung gelesen hat, weiß, wie der kleinste Planet unseres Sonnensystems heißt oder welche Stücke aus der Feder Shakespeares stammen. Er muss also ein Betrüger sein. Gemeinsam mit einer Anwältin, die wie die gute Fee aus dem Märchen im Gefängnis erscheint und Ram helfen will, schaut er sich die Videoaufzeichnung der Quizshow an, und erzählt ihr und dem Leser aus seinem unglaublichen Leben. Nach und nach wird klar, warum er die richtigen Antworten wusste. Nach dem großen Erfolg im Hardcover erscheint zur Frankfurter Buchmesse, auf der Indien Gastland ist, Swarups Bollywood-Roman als preiswerte Taschenbuch-Ausgabe.


Die Strudelbakers

Oktober 2006

Die fabelhaften Strudelbakers

Zvi Jagendorf

Kurzbeschreibung

Magisch, komplex, pikant – dieser wunderbare und vielgelobte Roman verströmt das Aroma eines echten Apfelstrudels: Familie Helfgott aus Wien kann sich 1939 nach England retten. London ist für den jungen Wolfy eine Attraktion, für seine Verwandten dagegen ein Ort der Fremde. Voller Zärtlichkeit und Humor beschreibt Zvi Jagendorf das turbulente Schicksal von Flüchtlingen, die sich manchmal wie Englishmen und manchmal wie Waisenkinder fühlen. Jagendorfs Roman, der für den Booker-Preis nominiert war, schildert das Leben der Wiener Familie Helfgott, die sich ins englische Exil retten kann. Doch Rosa und Mendl bekommen die Feindseligkeit der Briten deutlich zu spüren – sie bleiben verdammte »Flichtlinge«. Anders Wolfy und sein Vetter Bernie, die sich zu formidablen jungen Gentlemen mausern und in beiden Welten leben: dem Milieu der Emigranten, die sich an ihre jüdischen Wurzeln klammern, und dem schillernden Kriegs- und Nachkriegslondon mit seinen Fußballklubs und Rotlichtvierteln.Auf leichte, humorvolle Art gelingt es Zvi Jagendorf, die Dinge des Alltags zu verzaubern. Doch seine magische Welt ist von der Katastrophe des Kriegs und des Exils durchsetzt, und am Ende des Buches neutralisieren sich Licht und Dunkel.


Saturday

September 2006

Saturday

Ian McEwan

Diogenes; Juli 2005, Gebundene Ausgabe: 386 Seiten

Kurzbeschreibung

Henry Perowne, Neurochirurg, 48, ist ein glücklicher Mann: Er hat Spaß an der Arbeit, beim Sex mit seiner Frau, liebt Musik und seine Familie, ißt gern und treibt gern Sport. Als wohlhabender Mann hat er ein wohlgeregeltes Leben. So scheint sein freier Samstag klar vor ihm zu liegen: Er wird Squash spielen mit seinem Kollegen. Dann will er Fisch kaufen und kochen für ein Festessen im Kreis der Familie. Dieser Samstag aber ist kein beliebiger Samstag, es ist der 15. Februar 2003. Mit seinem Mercedes S500 versucht Henry auf dem Weg zum Squash Hunderttausende von Demonstranten gegen den Irakkrieg weiträumig zu umfahren. In Gedanken versunken, rammt er den Seitenspiegel des roten BMWs eines Kleinganoven. Drei Typen steigen aus … ›Saturday‹ ist ein Buch über die Zerbrechlichkeit des Glücks und die Verwundbarkeit der westlichen Welt. Es handelt vom Preis unseres Seelenfriedens und von unserer Verantwortung für die Welt. Ian McEwans letzter Roman, ›Abbitte‹, wurde rund um den Globus als Meisterwerk gefeiert. ›Saturday‹ ist ebenso wunderbar und klarsichtig geschrieben, dabei brandaktuell und temporeich. Dieses Buch zeigt, wie eine winzige Begebenheit einen Strudel von Ereignissen auslösen kann, und nichts ist wie zuvor.


Am Hang

Juli 2006

Am Hang

Markus Werner
Fischer Taschenbuch Vlg.
Januar 2006 - kartoniert - 189 Seiten

Klappentext

Der junge Scheidungsanwalt Clarin freut sich auf ein ruhiges Pfingstwochenende in seinem Tessiner Ferienhaus. Am ersten Abend lernt er auf der Sonnenterrasse des Bellevue-Hotels einen älteren Herrn kennen, der sich ihm als Loos vorstellt, einen Sonderling, einen Verrückten vielleicht. Sie reden bis tief in die Nacht über Gott und die Welt, den Zeitgeist und die Frauen, erzählen sich ihre Geschichten, die immer intimer werden. Was als Gespräch zwischen Zufallsbekannten beginnt, gerät zu einem abgründigen Verwirrspiel, das fasziniert und verstört. Es sind zweifelhafte Umstände, unter denen Loos seine geliebte, fast vergötterte Frau verloren hat. Und dieser Verlust trägt dazu bei, ihm die Welt zu verdunkeln. Clarin hingegen lebt leicht und gern. Ferner könnten zwei Menschen einander nicht sein. Wie nah sie sich sind, stellt sich erst spät heraus.


Ich und Kaminski

Juni 2006

Ich und Kaminski

Daniel Kehlmann

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 3518413953,
Gebunden, 174 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Mit kleineren Gelegenheitsarbeiten schlägt sich Sebastian Zöllner nach seinem Kunstgeschichtsstudium so durch, aber nun hat er einen ganz großen Fisch an der Angel: Er schreibt die Biografie des Malers Kaminski, der, entdeckt und gefördert einst von Matisse und Picasso, durch eine Pop-Art-Ausstellung, seine dunkle Brille und die Bildunterschrift "Painted by a blind man" weltberühmt wurde.


Liebe

Mai 2006

Liebe

Toni Morrison

Rowohlt Verlag, Reinbek 2004
ISBN 349804494X,
Gebunden, 256 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Thorsten Piltz. In einem vielfältigen, fast ein Jahrhundert umspannenden Geflecht aus Szenen erzählt "Liebe" von den Frauen, die von Bill Cosey besessen waren - oder es noch sind: May, Pfarrerstochter und ein bisschen etepetete. Christine, ihre Tochter, verstoßen in die Arme vieler Männer, doch nach Bills Tod zurückgekehrt in sein verlassenes Strandhotel. Heed, mit elf von Cosey zu seiner Frau gemacht und vor allen Gästen übers Knie gelegt, nun mit Christine unter einem Dach, vereint in Bosheit und Hass.


Die linkshändige Frau

April 2006

Die linkshändige Frau

Peter Handke

Kurzbeschreibung

Marianne, dreißig Jahre alt, und ihr achtjähriger Sohn Stefan warten auf die Rückkehr Brunos, des Mannes und Vaters, von einer mehrmonatigen Geschäftsreise. Am Abend holt sie ihn am Flughafen ab. Er erzählt von seinem Allein- und Fremdsein in Finnland, von seiner Angst und seiner daraus resultierenden Verbundenheit mit Marianne und Stefan "auf Leben und Tod - und das Seltsame ist, daß ich sogar ohne euch sein könnte, nachdem ich das erlebt habe". Am Tag darauf beschließen beide, sich zu trennen. Allein in der Wohnung, hört Marianne immer wieder die Schallplatte "Eine linkshändige Frau".


Bis ich dich finde

März 2006

Bis ich dich finde

John Irving

Diogenes Verlag, Zürich 2006
ISBN 3257065221,
Gebunden, 1139 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Dirk van Gunsteren und Nikolaus Stingl. "Bis ich dich finde" ist die Geschichte des Schauspielers Jack Burns. Seine Mutter ist Tätowiererin, sein Vater ein Organist, der verschwunden ist. Ein Roman über Obsessionen und Freundschaften; über fehlende Väter und (zu) starke Mütter; über Kirchen-orgeln, Ringen und Tattoos; über gestohlene Kindheit, trügerische Erinnerungen und über die Suche nach der einen Person, die unserem Leben endlich einen Sinn gibt.


Die Schmetterlingsfrau

Februar 2006

Die Schmetterlingsfrau

Marie Hermanson

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 351841321X,
Gebunden, 242 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Regine Elsässer. Verheiratete Männer machen immer irgendwann Schluss. Nur zu diesem Zeitpunkt hatte sie damit nicht gerechnet. Anna, Mitte Dreißig, unabhängig, beruflich erfolgreich, ist gerade von ihrem Liebhaber verlassen worden. Sie bucht eine Reise nach Borneo, um in der Hitze des Dschungels Roger zu vergessen, und tatsächlich bringt ein Ausflug in den Urwald sie auf andere Gedanken - ein rätselhaftes Zucken, ein unbekanntes Gefühl im linken Bein lenken all ihre Aufmerksamkeit auf sich. Zurück in Schweden, lässt Anna ihr "Reisesouvenir" untersuchen. Dabei gerät sie an den Tropenspezialisten und Insektenforscher Willof. Und dieser ist begeistert: Eine seltene Schmetterlingsart hat sich Anna als Wirtstier ausgesucht und in ihrem Oberschenkel drei Schmetterlingspuppen platziert ...

AKTUELLES und TIPPS


Das „Café Mütze“ hat an jedem Montag (außer während der hessischen Schulferien) von 9:30 – 11:30 Uhr geöffnet. Eine gute Gelegenheit zum Frühstücken oder Kaffee trinken, Austauschen und Leute kennen lernen!

NEWSLETTER

Mit unserem Infobrief möchten wir Sie über neue Kurse und Veranstaltungen informieren:
Anmeldung Newsletter

 

Mütze Lorsch e.V. • Schulstr. 25 • 64653 Lorsch • fon: (0 62 51) 58 73 69 • info@muetze-lorsch.de