Mütterzentrum: Bei den "Kleinen Strolchen" sind Kinder für eine Kurzzeitbetreuung gut aufgehoben
Lorsch. Ein Arzt-Termin, eine überraschend stattfindende geschäftliche Besprechung, ein wichtiges Gespräch mit einem Freund oder der allwöchentliche Großeinkauf - all das sind Szenarien, in denen man sein Kind, so lieb man es hat, nicht immer dabei haben möchte oder in denen Vieles einfacher, schneller und ungestörter abläuft, wenn das Kind anderweitig beschäftigt ist.

Drei Stunden lang sicher betreut
In Lorsch bietet das Mütter- und Familienzentrum (Mütze) in solchen Situationen eine gute Lösung. Der gemeinnützige Verein bietet eine offene Kinderbetreuung an.
Es nennt sich "Kleine Strolche" und findet drei Mal wöchentlich je drei Stunden für Kinder ab 18 Monaten statt. Nun gab es bei einen Tag der offenen Tür. Eltern waren mit ihren Kindern eingeladen, um das Konzept kennen zu lernen.
Diese Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen über die Angebote des Mütze informiert zu werden, nahmen einige Mütter gerne wahr. "Das ist eine gute Einrichtung hier", sagte eine der Interessierten.
Auch die Kinder zeigten sich beim ersten Erkunden der Räume und beim "Beschnuppern" der Spielkameraden interessiert.
Zudem durften sie etwas Schönes basteln, während sich die Erwachsenen unterhielten.
Ein Papagei mit von den Kleinen eigens angeklebten bunten Federn, der auf einer Stange sitzt und hin- und herbaumeln kann, wird nun in einigen Kinderzimmern an den Besuch bei den "Kleinen Strolchen" im Mütter- und Familienzentrum erinnern.
Neben der offenen Betreuung unter der Leitung von Rebekka Rothenheber, Tanja Seip und Stefanie Kürzel, konnten sich die Eltern auch über die festen Gruppen, die "Mäuse" und "Käfer" informieren.
Die festen Gruppen treffen sich zwei Mal wöchentlich für je drei Stunden und richten sich an Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren.
Insgesamt will das Mütterzentrum den Kindern die Möglichkeit geben, in den Kindergartenalltag hineinzuschnuppern und sich in kleinen Schritten von den Eltern zu lösen. Und Eltern einen kleinen Freiraum schaffen. ho
Bergsträßer Anzeiger
25. Oktober 2008
