| Monika Bless-Höfer, die Inhaberin der Lorscher Buchhandlung am Kloster, hielt unter diesem Titel am Donnerstag im Mütter- und Familienzentrum einen kurzweiligen Vortrag.
Sie stellte die kindliche Entwicklung vom "Lesen" in reinen Bilderbüchern bis zum selbständigen Griff nach einem Kinderroman dar. Bananen, so ihre These, seien das Qualitätsmerkmal eines guten Bilderbuchs für Kleinkinder, verbindet doch kein Kind die Banane mit unangenehmen Gefühlen. |
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| Im Gegenteil, diese Frucht hat einen extrem hohen Wiedererkennungswert und das Umsetzten von Bildinformation in einen Begriff und alle damit verbundenen Gefühle wie z.B. süß, wohlschmeckend, sattmachend bei der Banane, sind der erste Schritt zum Lesen.
Erkennen muß gelernt werden, so die Kinderbuchbegeisterte weiter, und dazu gehört, sich den Rest einer Abbildung auch selbst hinzuzudenken. Dabei können Bilder je nach Alter völlig verschiedene Assoziationen auslösen, womit sich auch schon der Sprung vom bloßen Erkennen zur Aktivierung der kindlichen Phantasie ergibt. Die Auseinandersetzung mit Bilderbüchern und kurzen bebilderten Geschichten - nicht unbedingt mit Comics - ist die erste Auseinandersetzung mit der eigenen Welt. Leider geht das Maß dieser Auseinandersetzung bei gleichzeitig explodierender Anzahl von keinesfalls durchweg gelungenen Neuerscheinungen wohl immer weiter zurück, wie sich am extrem rückläufigen Kinderbuchmarkt ablesen läßt. Nur wenn Eltern für Ihre Kinder Vorleser aus Leidenschaft sind, kann sich das Interesse am Buch wieder positiv entwickeln. Lesen ... bekanntlich (oder reicht ihre Phantasie nicht mehr aus, die Lücke zu füllen?) |
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